Leonardo DiCaprio, Kate Winslet, Kathy Bates, u.v.a.
Drehbuch:
Justin Haythe
Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 1950: Der Rock´n´Roll lebt, der Alkohol fließt, die Röcke sind „kniekurz“ und für Frank (Leonardo DiCaprio) und April (Kate Winslet) ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch die Zeit vergeht. Man heiratet, bekommt Kinder und sucht sich ein schönes kleines Haus mit Vorgarten. So ist das junge Ehepaar zu Vorzeigefamilie und Lieblingsnachbar in der Revolutionary Road geworden. Frank folgt ganz dem Beispiel seines Vaters und arbeitet als Verkäufer von Maschinen für die Firma Nox, während April zu Hause auf die Kinder aufpasst. Das einst so fröhliche und von dem Gedanken, nicht dem gängigen Gesellschaftsbild zu folgen, motivierte Paar, fristet nun ein Spießerleben in Monotonie und Lieblosigkeit. Doch die Idee diesem Leben zu entfliehen und ein neues, besseres in Europa zu beginnen verleiht den Wheelers neue Kraft und Leidenschaft in ihrer Beziehung. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob es möglich ist, aus seinem herkömmlichen Leben auszubrechen, ohne zu große Opfer zu bringen...
Kritik: Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich von der Überzeugung der einzelnen Personen ab, etwas hinter sich zu lassen, was man oberflächlich betrachtet nicht ausstehen kann, was einem aber vielleicht doch mehr bedeutet, als man zuzugeben bereit ist. Wo ich gerade von Überzeugung rede: Die Darbietung, die uns DiCaprio und Winslet liefern ist von unterschiedlichem Maße überzeugend. Leo zeigt uns endlich mal wieder, dass er aus seiner Standard-„Ich bin ein smarter, beinharter und zugleich sensiebler Cop/Agent/Ex-Soldat“-Rolle, wie wir ihn zuletzt in „Departed“, „Blood Diamond“ und „Der Mann, der niemals lebte“ sahen, ausbrechen kann und uns einen Charakter zeigt, den wir vielleicht noch nicht kennen. Dies steht im klaren Kontrast zu Kate Winslet, der man die gelangweilte Ehefrau nur abkauft, weil einen selbst die drei Gesichtszüge, die sie ab und zu zum Vorschein bringt langweilen und man so wahrlich mit ihr mitfühlt... Mit „Zeiten des Aufruhrs“ schaft Sam Mendes im Gesamten jedoch ein durchaus sehenswertes Drama um eine gescheiterte Ehe mit gesellschaftskritischen Einschlägen. Das er das kann hat er uns ja bereits mit „American Beauty“ bewiesen.