Filmtest Juni - Young@Heart

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Inhalt:
Wenn man älter wird sollte man langsam ruhiger werden? Schwachsinn! Der „Young@Heart“-Chor beweist genau das Gegenteil. Die Mitglieder sind zwischen 75 und 93 Jahre alt, halten überhaupt nichts von Ruhe geben und touren von einem Konzert zum nächsten rund um die Welt. Der Chor wurde 1982 gegründet und dessen Leiter Bob Cilman hat seitdem über 15 Menschen sterben sehen. Heute ist von den ursprünglichen Mitgliedern kein einziges mehr übrig geblieben. Aber die munteren Alten machen weiter und lassen sich durch den Tod nicht einschüchtern. Ganz im Gegenteil, denn sie alle würden im Todesfall wollen, dass der Rest des Chors weitermacht und so kommt es auch schon einmal vor, dass ein paar Stunden vor einem Konzert ein Mitglied stirbt und der Chor trotzdem auftritt, ohne sich davon beeinflussen zu lassen. Das ist wirklich bemerkenswert und zeigt, dass das Leben mit mehr als 60 Jahren noch lange nicht vorbei sein muss.

Kritik:
Ein erfolgreicher Chor dessen Mitglieder weit über 60 Jahre alt sind? Das konnte Regisseur Stephen Walker anfangs auch nicht glauben. Als er dann aber ein Konzert von „Young@Heart“ in London besucht hat war er sofort begeistert von der Idee einen Film über diesen einzigartigen Chor zu drehen. Der Film ist eine außergewöhnliche Dokumentation geworden, die emotional sehr mitreißend ist. Hier gibt es Szenen in denen man sich vor Lachen kaum halten kann, aber auch solche, bei denen man das Gefühl hat gleich heulen zu müssen. Ein wirklich bemerkenswertes und sehenswertes Werk, das zeigt, dass nicht nur die Jugend interessant ist.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg

Zusatzmaterial:
- Interview mit Stephen Walker