Inhalt: Der siebenfache
Vater Johann
Griesmaier (Peter
Lohmeyer) arbeitet
als Chauffeur
und macht alles um seine
Familie über Wasser halten
zu können. Als er durch ein
Missgeschick, das sein gutmütiger
Nachbar Erwin Pelzig
(Frank-Markus Barwasser)
verursacht mehrere Wochen
im Krankenhaus liegen muss
droht die Arbeitslosigkeit. Um
seinem Nachbarn zu helfen
springt Pelzig als Chauffeur
ein und kutschiert von nun
an den einflussreichen Großindustriellen
Eduard Bieger
(Philipp Sonntag) von Termin
zu Termin. Als Pelzig die Probleme
der Firma seines Chefs
mitbekommt möchte er in all
seiner Gutmütigkeit helfen.
Nun ist der frischgebackene
Chauffeur allerdings sehr tollpatschig
und hat eigentlich
keine Ahnung davon wie man
eine Firma leitet respektive
diese aus der Krise holt. So
entsteht ein ziemliches Chaos
und am Ende scheint die Tatsache,
dass Pelzig gar keinen
Führerschein hat das kleinste
Problem zu sein.
Kritik: Erwin Pelzig ist die bekannteste
Schöpfung
des Kabarettisten Frank-
Markus Barwasser und zugleich
auch die erfolgreichste.
Nun könnte man meinen, dass
„Vorne ist verdammt weit
weg“ ein ganz einfacher und
sehr banaler Versuch ist mit
wenig Aufwand noch mehr Kapital
aus dieser Kunstfigur zu
schöpfen, aber wenn man den
Film gesehen hat weiß man,
dass man sich hierbei durchaus
Mühe gegeben hat und
darüberhinaus werden auch
noch aktuelle wirtschaftliche
Themen am Schopf gepackt.
Eine Wirtschaftskomödie mit
einem fränkischen Tollpatsch
in der Hauptrolle, die den Zuschauer
nicht nur unterhält,
sondern auch zum Nachdenken
anregt. Erwin Pelzig wird
von Barwasser so liebevoll
in Szene gesetzt und auf die
Leinwand transferiert, dass
man sich sehr schnell in die
Figur hineinversetzen kann.
Der Film schneidet immer
wieder absolut zutreffende
Weisheiten an, die zunächst
im Humor des Filmes untergehen,
aber dennoch nachhaltig
im Gedächtnis verweilen. Die
weiteren bekannten Schauspieler
wie Peter Lohmeyer
oder auch Christiane Paul wären
eigentlich gar nicht nötig
gewesen runden das ganze
aber gekonnt ab.
Pelzig kritisiert alle aktuellen Probleme unserer Wirtschaft
in einem Film – das ist wirklich
bemerkenswert. Egal ob
Outsourcing, Stellenabbau
oder Anlegerdruck alles wird
angesprochen und auf Pelzigs
ganz besondere Art behandelt.
All das macht „Vorne ist verdammt
weit weg“ zu einem
Film, dem man nur wünschen
kann, dass er auch weit über
die bayerischen Grenzen hinaus
Erfolg haben wird.