Twilight - Biss zum Morgengrauen    
 
Originaltitel: Twilight
Kinostart (Deutschland): 15.01.2009
FSK: 12
Länge: 122 Minuten
Verleih: Concorde Film
Regisseur: Catherine Hardwicke
Darsteller: Kirsten Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, u.v.a.
Drehbuch: Melissa Rosenberg
 
Inhalt:
In der ersten Verfilmung der mehrteiligen Fantasy-Saga von Stephenie Meyer zieht die siebzehnjährige Heldin Bella Swan (Kristen Stewart) zu ihrem Vater (Billy Burke) nach Forks, einer verregneten Kleinstadt im Staat Washington. In ihrer neuen Highschool wird die hübsche Bella schnell in einer Clique aufgenommen. Doch ihr eigentliches Interesse weckt der mysteriöse Edward Cullen (Robert Pattinson), der sie anfangs nicht gut riechen kann. Edward sieht nicht nur verführerisch und gefährlich aus, er ist es auch. Bald kommt Bella hinter sein Geheimnis: Edward ist seit 1918 ein Vampir. Er und sein Clan leben nach einem für Vampire ungewöhnlichen Kodex: Menschenblut ist für sie zwar verlockend, aber Tabu. Sie ernähren sich ausschließlich von tierischem Blut. Auch sonst fehlen ihnen trotz ihrer blassen Haut und eindringlichen Augen typische Vampirattribute wie Reißzähne oder Särge. Bella verspricht nichts zu verraten und nimmt das Verletzungsrisiko in Kauf, um Edward nah zu sein. Der mit besonderen Fähigkeiten ausgestattete Edward zeigt ihr von nun an seine faszinierende Welt und führt sie in Vampirkreisen ein. Doch wie lange kann eine Liebesbeziehung zwischen Sterblichen und Unsterblichen gut gehen, ohne dass jemand gebissen wird?
 
Kritik:
"Twilight- Bis(s) zum Morgengrauen“ ist kein klassischer Vampirstreifen. Der Untote ist hier modern geworden. Er hinterlässt keine Spur menschlicher Leichen, sondern lebt angepasst inmitten amerikanischer Kleinstadtbürger. Für die nötige Spannung sorgen Vampire, die noch traditionelles Menschenblut bevorzugen. Neben spannenden, aber wenig gruseligen Szenen überzeugt die Verfilmung mit ihrer überraschend realistischen Düsterheit und mit beeindruckenden Panoramaaufnahmen. Die Regisseurin Catherine Hardwicke verzichtet weitgehend auf Special Effects, sie konzentriert sich auf die Geschichte zwischen Bella und Edward. Dabei gelingt es ihr mit einfachen Mitteln wie zahlreichen Nahaufnahmen die moderne Romeo und Julia Adaptation voranzutreiben. Auffallend gelungen ist zudem die musikalische Untermalung, die zur jeweils passenden Stimmung beiträgt. Wenngleich einige Szenen etwas kitschig daherkommen, bleibt Hardwicke mit ihrer Umsetzung in den Grenzen guten Geschmacks. Robert Pattinson profitiert als Edward von seinem unbestreitbaren Charisma, könnte als Vampir, der mit seinem Schicksal hadert, jedoch ruhig etwas gequälter wirken. Seine Schauspielkollegin Kristen Stewart, die als Teenager in Panic Room (2002) brillierte, kann nicht vollständig an ihre damalige Leistung heranreichen. Dennoch prägt sie mit ihrer gekonnt verletzlichen Verkörperung der Bella Swan weite Teile des Films. Trotz beidseitig guter Einzelleistungen, harmonieren die Hauptdarsteller in diesem Teil noch nicht perfekt. Im Gegensatz zu anderen mehrteiligen Literaturverfilmungen endet der Film nicht mitten in der Handlung, dennoch hat die Geschichte um Vampire und Wölfe gerade erst begonnen. Der Zuschauer muss sich also wieder einmal bis zur nächsten (sehr wahrscheinlichen) Verfilmung gedulden bzw. anfangen die Bücher zu lesen. Für alle, die Stephenie Meyers Twilight-Romane bereits begeistert verschlungen haben, ist die Filmversion ohnehin ein Muss. Für die Übrigen: wer Unterhaltung sucht und gegenüber ein wenig Romantik nicht abgeneigt ist, macht mit diesem Film nichts verkehrt.
 
Punkte 8 von 10 mögl. Punkten
Autor: Dörthe Wackenhut
 
 
 
 


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