Jason Statham, Robert Knepper, Natalya Rudakova, u.v.a.
Drehbuch:
Luc Besson, Robert Mark Kamen
Inhalt:
Eigentlich hatte sich Frank Martin (Jason Statham) nach seinem letzten Einsatz in Miami dafür entschieden, seinen Job als Kurierfahrer gegen ein zurückgezogenes Leben an der französischen Riviera einzutauschen. Doch er hat seine Pläne ohne den ehemaligen Delta Force Soldat Jonas Johnson (Robert Knepper) gemacht. Im Auftrag der Entsorgungsgesellschaft EcoCorp hat Johnson Valentina (Natalya Rudakova), die Tochter des ukrainischen Umweltministers Leonid Vasilev, entführt, um so eine offizielle Genehmigung für die Entsorgung von Giftmüll in der Ukraine zu erpressen. Franks Rolle in diesem perfiden Spiel: Er wird gezwungen, Valentina von Marseille aus quer durch Europa nach Odessa zu chauffieren und so den Suchtrupps Vasilevs zu entkommen. Um sicherzustellen, dass Frank den Auftrag erfüllt, legt Johnson sowohl ihm als auch der attraktiven Valentina elektronische Armbänder an, die explodieren, sollten sich beide auch nur 20 Meter von ihrem Auto entfernen. Auf diese Weise aneinander gebunden, beginnt ein actionreiches Katz-und-Maus-Spiel, das Frank vor völlig neue Herausforderungen gestellt wird, die nicht nur mit seinem Auftrag zu tun haben…
Kritik: Frank Martin ist wieder da- getreu dem Motto „Rules remain the same, except some change“! Der dritte Transporter-Teil vom Autorenduo Luc Besson und Robert Mark Kamen entwickelt sich anfangs ruhig. Frank Martin führt ein Einsiedlerleben, sitzt beim Angeln und genießt die Ruhe. Doch es wäre ja kein Transporter- Teil, wenn er nicht wieder ungewollt in einen Auftrag verwickelt werden würde. Die Grundvoraussetzungen sind gegeben: Der coole, lässige, wortwitzige Hauptdarsteller, ein ungewollter Auftrag, eine fast an Lolita erinnernde Frau und viele, viele Actionszenen. Dennoch wird hier ideenlos ein Ökothema als Aufhänger vorgeschoben, sozusagen als Spiegel der momentanen gesellschaftlichen Ängste, um eine Story zu manifestieren. Auf dem Beifahrersitz ist wieder wie üblich eine weibliche Begleitung zu finden. Warum auch immer, diese Dame scheint in Frank Martin Verliebtheitsgefühle zu wecken. Komisch, denn eigentlich nervt diese Halb- Lolita den ganzen Film nur mit ständigen Hungertiraden, Rumgesinge und kompletter Klischeehaftigkeit, wenn sie Frank Martin fast sabbernd bei seinen Kampfszenen beobachtet. Doch wie sollte es auch anders sein, dieses Mädchen ist das Druckmittel, um den ukrainischen Umweltminister zu einer Unterschrift zu zwingen, internationalen Giftmüll in der Ukraine abzuladen. Auf dem Weg durch Europa, um den Suchtrupps des Umweltministers zu entkommen, gibt es gut inszenierte, pointierte Actionszenen, die aber keine neuen Effekte darbieten. Mal davon abgesehen, dass Salzburg eine neue Schreibweise „Salsburg“ bekommen hat. Und da gibt es ja auch noch die neue Striptease-Technik von Frank Martin während eines Kampfes- Bravo! Nett anzusehen, aber einfach zu platt, um wirklich als Anreiz für die Frauenwelt zu dienen, ins Kino zu gehen. Doch die Prise Selbstironie in den Kampfszenen scheint zumindest erahnbar. Das einzig interessante und spannende an der Story sind die Armbandfessel (auch wenn diese Idee nichts Neues ist), die die beiden Charaktere an das Auto (übrigens ein getunter Audi A8 und kein BMW mehr) binden, denn bei 20 Metern Entfernung vom Auto wird ein elektronisch gesteuerter Sprengsatz gezündet. In einer Szene versinkt das Auto im See. Die Frank Martin-Technik, sich hier aus dem Dilemma zu manövrieren, ist eine der Glanzmomente des Filmes. Zu der banalen Story kommen noch ein paar logische Ungereimtheiten, die den Film nicht wirklich in seiner Wirkung unterstützen. Woher weiß der ukrainische Geheimdienst beispielsweise von Franks Routenänderungen? Erschienen die ersten beiden Transporter-Teile noch spannend und gut inszeniert, kreieren die Autoren hier ein langweiliges Action-Kino. Aufgrund nicht vorhandener, neuer Ideen, Klischeehaftigkeit und 08/15 Story, ist nicht auf einen vierten Teil der Transporter-Reihe zu hoffen!