Filmtest Mai - Things We Lost In The Fire

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Inhalt:
Audrey (Halle Berry) und Brian (David Duchovny) geben das perfekte Ehepaar ab: zwei Kinder, ein wunderschönes Haus, keine Geldsorgen und wenig Streitereien. Alles scheint perfekt zu sein. Als Brian eines Nachmittags Eis für seine beiden Kinder holen möchte, bekommt er mit, wie ein Mann seine Frau schlägt. Der fürsorgliche Vater greift natürlich sofort ein und versucht die Frau zu beschützen. Doch dann zieht der Mann plötzlich eine Waffe und schießt - Brian wird getroffen und erliegt seinen Verletzungen. Als Audrey von der Polizei erfährt, was geschehen ist, bricht für sie die Welt zusammen. Vollkommen unerwartet wird die Familie aus ihrem harmonischen und normalen Leben gerissen. Audrey versucht zunächst das Geschehene zu verdrängen und kann die Sache nicht richtig verarbeiten. Zu Brians Beisetzung lädt sie auch Jerry Sunborne (Benicio del Toro) ein - Brians bester Freund, der Audrey immer ein Dorn im Auge war und mit dem sie sich nie verstanden hat. Bei der Beerdigung nähern sich die beiden wieder an und beschließen den alten Streit zu vergessen. Während Audrey mit ihren Kindern keine Geldsorgen zu fürchten hat, lebt Jerry in einem heruntergekommenen Apartment und ist drogenabhängig. Audrey fühlt sich in dem großen Haus allerdings schnell verloren und beschließt Jerry ein Zimmer anzubieten. Er nimmt das Angebot an und nimmt sich vor von den Drogen wegzukommen. Das gelingt ihm anfangs auch, aber mit der Zeit verzweifelt Audrey und lässt ihre Wut immer wieder an ihrem neuen Mitbewohner aus. Sie beschimpft ihn sogar, dass er den Kindern vorspielt deren neuer Vater zu sein. Jerry verschwindet und fällt wieder zurück in den Drogensumpf, bis Audrey wieder zur Vernunft kommt und ihn in letzter Sekunde zu retten versucht.

Kritik:
Susanne Bier überzeugte zuletzt mit ihrer Regiearbeit bei „Nach der Hochzeit“ mit „Bond“-Bösewicht Mads Mikkelsen in der Hauptrolle. Nun hat sie sich mit „Things We Lost In The Fire“ an einen noch emotionaleren Film herangewagt. In den Hauptrollen glänzen hier Halle Berry als verzweifelte Mutter und Witwe sowie Benicio del Toro als drogensüchtiger, bester Freund des verstorbenen Ehemannes. Der Film zeigt, was alles verloren geht, wenn man einen Menschen verliert, der einem sehr nahe steht. Er zeigt auch, dass ein Vater nicht einfach durch eine andere Person ersetzt werden kann und er zeigt, dass die wahren Freunde, die einem jederzeit beiseite stehen nicht unbedingt die sind, von denen man es glaubt. „Things We Lost In The Fire“ reißt seine Zuschauer mit in eine Reise durch Gefühle, Trauer, Liebe, Wut und gibt einen Einblick in die Abgründe unserer Gesellschaft, die Hilflosigkeit derer, die eigentlich nur ein normales Leben führen möchten und dann plötzlich aus der Bahn geworfen werden, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Ein Film, der sicherlich nicht einfach, dafür aber auf jeden Fall sehenswert ist.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg

Zusatzmaterial:
- Trailer