Filmtest Juli - The Fighters

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Inhalt:
Jake (Sean Faris) war an seiner alten Schule ein Football-Star und immer wieder einmal in kleinere und größere Streitereien verwickelt. Sein Leben war in gewisser Weise aber auch schon vorbelastet. Sein Vater starb als er im alkoholisierten Zustand mit dem Auto gefahren ist und Jake hat ihn fahren lassen. Er hat das Gefühl, dass ihm seine Mutter (Leslie Hope) die Schuld an dessen Tod gibt. Sie fordert, dass Jake ein gutes Vorbild für seinen jüngeren Bruder Charlie (Wyatt Smith) abgibt und er enttäuscht sie in dieser Hinsicht immer wieder. Als sie dann nach Florida ziehen, macht Jakes Vergangenheit und Ruf in der neuen High School schnell die Runde und er gerät in das Visier von Ryan (Cam Gigandet). Er ist der absolute Schulstar, gleichzeitig der beste Fighter weit und breit und hat mit Baja (Amber Heard) eine echte Traumfrau an seiner Seite, die auch schnell Jakes Interesse weckt. Ryan provoziert Jake so sehr, dass sich dieser auf eine Schlägerei mit ihm einlässt, die letztlich sehr schmerzhaft für den Neuankömmling endet. Angespornt von Max (Evan Peters) nimmt Jake bei Jean Roqua (Djimon Hounsou) Unterricht, um seine Kampfkünste zu verbessern. Sein neuer Coach legt allerdings keinen Wert auf Schläger, sondern möchte aus seinen Schülern disziplinierte Schüler machen. Doch kann Jake der Versuchung widerstehen Rache an Ryan zu üben?

Kritik:
Free Fight gehört zu den Sportarten, welche derzeit am meisten an Popularität zulegen. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland und dem Rest der Welt wird der Sport immer beliebter. Bei diesem Kampfsport werden brasilianisches Jiu-Jitsu, Ringen, Muay-Thai, Karate, Sambo, Judo und andere Sportarten miteinander kombiniert. Heraus kommt eine Mischung, bei der sehr viel erlaubt ist. Man könnte meinen, dass dies ein besonders gefährlicher Sport ist, aber tatsächlich gibt es nur einen bestätigten Todesfall, der sich im Jahr 1998 bei einem nicht genehmigten Turnier ereignete. Die Anfänge dieser Kampfsportart liegen im Brasilien der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Dort veranstaltete die Familie Gracie Turniere, bei denen alles erlaubt war. Heutzutage gibt es natürlich ein genau festgelegtes Regelwerk und die gefährlichsten Griffe und Bewegungen sind illegal. „The Fighters“ handelt von genau diesen Free Fights, die an der neuen High School der Hauptfigur sehr populär sind. Es geht um Liebe, Eifersucht, Rache und Vernunft. Auf der einen Seite möchte Jake seinen Trainer nicht enttäuschen, aber auf der anderen provoziert ihn Ryan so sehr, dass es kaum auszuhalten ist. Hat nicht jeder einen Kampf in seinem Leben, der trotz aller Vernunft oder gerade eben wegen dieser gekämpft werden muss? Gibt es nicht Situationen in denen jeder Kodex und jedes Versprechen egal sind? Das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden und auch Jake entscheidet sich für seinen Weg. Sean Faris spielt diesen etwas hitzköpfigen Jugendlichen, der eigentlich nur mit seinem Leben klar kommen möchte und seine Vergangenheit am liebsten in einer Kiste begraben würde. Sein Trainer, der große Meister und zugleich Seelenverwandter wird von Djimon Hounsou gespielt und das mit einer Leidenschaft und Überzeugung, die sonst nur selten bei einem Schauspieler zu sehen ist. Bereits in „Blood Diamond“ hat er bewiesen, dass er schauspielerisch einiges leisten kann; in „The Fighters“ legt er die Meßlatte seiner Fähigkeiten noch einmal höher und beeindruckt nicht zuletzt auch mit grandiosen Kampfszenen. Damit wären wir auch gleich beim großen Erlebnis dieses Films: die Kämpfe. Man sieht, dass die Schauspieler vor Beginn der Dreharbeiten ein hartes Training unter der Leitung von Damon Caro und Jonathan Eusebio, zwei Stunt- und Fightkoordinatoren, die bereits bei Filmen wie „Fight Club“ und „Die Bourne Verschwörung“ mitgearbeitet haben, absolvieren mussten. Ohne dieses Training wäre dieser Film nicht möglich gewesen, da die Kampfszenen ein zentraler Punkt des Films sind. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen und diese sehen immer nahezu perfekt aus. „The Fighters“ ist ein Film für Freunde des Kampfsports, das muss man ganz klar sagen, denn wer keine Gewalt sehen kann ist hier komplett falsch. Für alle anderen ist dies der perfekte Film.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg

Zusatzmaterial:
- Gewinnspiel