Inhalt: Tim (Jimi Blue Ochsenknecht) muss schon wieder umziehen, diesmal von Berlin auf eine kleine Nordseeinsel. Als Sohn eines Piloten ist das für Tim aber nichts ungewöhnliches, er ist in seinem Leben schon oft umgezogen, immer seinem Vater (Uwe Ochsenknecht) hinterher. Da dieser nun aber nach Somalia muss und es dort für Tim zu gefährlich wäre, zieht dieser nun zu seiner Oma auf die beschauliche Insel. Dort angekommen macht er sich allerdings erst einmal keine Freunde. Die Surfer-Clique um ihren Anführer Lars (Jannis Niewöhner) ist gerade wieder dabei Eric (Julian Krüger) zu mobben, wobei sich Tim ihnen diesmal jedoch in den Weg stellt. Als sich Tim dann auch noch ausgerechnet in Lars‘ Freundin Vic (Sonja Gerhardt) verliebt, ist der Ärger vorprogrammiert und es kommt zum unausweichlichen Zusammenstoß der beiden Jungs.
Kritik: Die landläufige Meinung aller heranwachsenden und pubertären Mädchen stimmt in einem Punkt haargenau überein: Jimi Blue Ochsenknecht ist süß! An dieser These gibt es, zumindest für diese Zielgruppe nichts zu rütteln. Dementsprechend wird auch „Sommer“, der neue Film, in dem sich Jimi Blue Ochsenknecht ein weiteres Mal vergeblich als Schauspieler versucht genügend Zuschauer erreichen, allein weil eben Jimi Blue mitspielt. All jene, die von einem Film auch etwas mehr als nur Jimi Blue Ochsenknecht erwarten, sollten es sich mehr als nur einmal überlegen, „Sommer“ anzuschauen. Das liegt vor allem daran, dass die Produzenten sehr genau wissen, wer sich diesen Film anschauen wird und ihn demzufolge auch konzipieren. Und was dabei herauskommt ist mehr als dürftig. Ein Beispiel: ein Film definiert sich im Normalfall über seine Schauspieler, wenn nun aber die Hauptdarsteller allesamt nur mäßig agieren, wird daraus nichts. Zugegeben alle Hauptdarsteller in „Sommer“ sind Jungakteure, die, mit Ausnahme von Jimi Blue Ochsenknecht, noch nie in einem Spielfilm mitgewirkt haben. Doch einerseits kann man auch von jungen Schauspielern etwas mehr Talent und Können erwarten und andererseits merkt man auch Jimi Blue seine zusätzliche Erfahrung nicht an, er spielt ebenso plump und unglaubwürdig wie seine Kollegen. Ein weiteres Manko ist die Story. Diese mag zwar für das Zielpublikum noch ausreichen, doch auch das hat etwas mehr Unterhaltung und Inhalt verdient, als ihm hier geboten wird. Angepriesen als Komödie, enttäuscht „Sommer“ hier auf ganzer Linie, die Gags zünden nicht und auch sonst findet sich hier wenig Amüsantes. Über den Gehalt des Inhalts sollte man besser auch kein Wort verlieren, denn etwas Belangloseres und Vorhersehbareres hat man selten zuvor präsentiert bekommen. Die jungen Mädchen wird das alles selbstredend nicht davon abhalten, sich „Sommer“ anzuschauen, dafür ist Jimi Blue Ochsenknecht einfach zu süß.