Will Smith, Rosario Dawson, Woody Harrelson, u.v.a.
Drehbuch:
Grant Nieporte
Inhalt:
Die Zahl 7 fasziniert die Menschheit schon seit Jahrhunderten: Es gibt 7 Weltwunder, 7 Säulen der Weisheit, 7 Weltmeere, 7 Sakramente und Todsünden. Eine Katze hat 7 Leben und jemand schwebt auf Wolke 7. Das Regenbogen-Spektrum hat 7 Farben und der natürliche pH-Wert liegt bei 7. Diese Liste wäre wohl noch offen zu beliebigen Ergänzungen. Aber wieso bewegt Mr. Thomas genau jene magische Zahl? Alles beginnt mit einer Liste, welche sich aus sieben Namen zusammensetzt: Ben Thomas, Holly Apelgren, Connie Tepos, George Ristuccia, Nicholas Adams, Ezra Turner und Emily Posa. Die Tatsache, dass Ben Thomas diese Namen ganz bewusst und mit viel Sorgfalt ausgewählt hat, wird erst etwas später klar. Was jene fremden Menschen verbindet ist, dass jeder einzelne von ihnen an einem Wendepunkt in seinem Leben angekommen ist, an welchem er Unterstützung, sei es nun finanzieller, medizinischer oder spiritueller Art sei, benötigt. Für seinen „Plan der Wiedergutmachung“ will Ben das Dasein jener Personen grundlegend verändern, um mit sich selbst wieder ins Reine zu kommen. Was er jedoch nicht ahnt, dass er sich in eine seiner Auserwählten verlieben wird, welche sein ganzes Leben um ein Weiteres verändert.
Kritik: Will Smith, welcher erst 2006, zusammen mit dem Regisseur Gabriele Muccino in „Das Streben nach Glück“ zusammenarbeitete, spielt auch dieses Mal wieder hervorragend authentisch und mit viel Gefühl. Bei diesem Kinobesuch erlebt der Zuschauer Will Smith in einer Rolle wie er sie noch nie zuvor dargestellt hatte. Er verkörpert einen Mann, welcher versucht Menschlichkeit an seine Mitmenschen zu vergeben, während er sich selbst als einsam und abgeschnitten von den Schönheiten der Welt, die ihn umgeben, beschreibt. Der Schauspieler selbst gab an, damit in komplett neue, aufregende Gebiete aufzubrechen. „Sieben Leben“ ist ganz und gar nicht einer dieser berühmt-berüchtigten Hollywood-Kitsch-Romanzen wie man es vielleicht auf den ersten Blick vermuten möchte. Diese unkonventionelle Liebesgeschichte kann jedoch als eine zweitrangige Nebenhandlung heruntergestuft werden, denn im Vordergrund steht kontinuierlich Bens Plan, welcher alles andere durch seine emotionale Tragweite in den Hintergrund rücken lässt. Mr. Muccinos Intention diesen Film zu drehen lag darin, den Zuschauern vor Augen zu führen, dass das Leben einzigartig ist. Manchmal nehmen wir unsere Lebensumstände als selbstverständlich hin und in eben jenen Situationen kann uns ein Film daran erinnern, wie verletzlich, zerbrechlich und kurzlebig unser Dasein eigentlich ist, aber auch wie wunderschön, die Magie dieses Lebens zu erfahren. Manchmal kann uns eine Geschichte an das Wundervolle erinnern und an die Menschen, die wir lieben und die Gabe, welche uns mit ihnen verbindet. Der einzige Negativpunkt ist wohl, dass die vielen Rückblickpassagen innerhalb des Filmes das zuerst absolut unerwartete Ende nach einiger Zeit vorherahnen lassen. Aber abgesehen von dieser Tatsache und der zeitweilig zu melodramatischen Musik, ist „Sieben Leben“ mehr als nur gelungen, denn er regt den Zuschauer an sich Gedanken über ein Lebensthema zu machen, was uns alle etwas angeht und viel zu oft in Vergessenheit gerät.