Obsessed    
 
Originaltitel: Obsessed
Kinostart (Deutschland): 11.06.2009
FSK: 12
Länge: 108 Minuten
Verleih: Sony Pictures
Regisseur: Steven Shill
Darsteller: Idris Elba, Beyonce Knowles, Ali Larter, u.v.a.
Drehbuch: David Loughery
 
Inhalt:
Derek (Idris Elba) ist das, was man ohne zu zögern einen Pantoffelhelden nennen kann. Seit er mit seiner ehemaligen Assistentin Sharon (Beyoncé Knowles) verheiratet ist, tut er alles, damit das auch so bleibt. Dereks beruflicher Erfolg ermöglicht der jungen Familie den Einzug in ihr Traumhaus. Während sich Sharon um den gemeinsamen Sohn kümmert, geht Derek gewissenhaft seiner Arbeit nach. Doch bei Lisa (Ali Larter), der neuen Büroaushilfe, riskiert selbst ein glücklich verheirateter Mann wie Derek ein, zwei Blicke. Und auch Lisa hat einen Blick auf Derek geworfen. Nach ihrer Fahrstuhlbegegnung setzt sie sich in den Kopf, den neuen Vorgesetzten zu verführen. Es gelingt ihr, Dereks Assistentin zu werden. Anfangs ist Derek mit Lisas Arbeit zufrieden, doch als sie ihm auf der Weihnachtsfeier auf die Herrentoilette folgt, geht es Derek zu weit. Als Lisa sich ihm am nächsten Tag wieder aufdrängt, macht er ihr äußerst klar, dass da nie etwas zwischen ihnen sein wird. Aber jede Zurückweisung treibt Lisa noch mehr an. Sie inszeniert eine Affäre. Das bringt Derek in private und berufliche Schwierigkeiten. Bevor es zur Aufklärung kommt, zieht Lisa weg. Einige Monate verstreichen bis Derek und Sharon wieder zueinander finden, doch dann kehrt Lisa zurück. Sie will Derek. Sie will das, was Sharon hat. Sie ist besessen.
 
Kritik:
Nach einem recht viel versprechenden Auftakt, wird in Obsessed (2009) diesem Versprechen nur noch wenig gerecht. David Loughery, der bereits als Drehbuchautor von Lakeview Terrace (2008) seine eher schwachen Abkupferungsversuche
erfolgreicher Filme unter Beweis stellte, treibt es hier auf die Spitze. Filmfans erinnern sich bestimmt an Eine verhängnisvolle Affäre (1987) mit Michael Douglas und Glenn Close in den Hauptrollen. Die Überschneidungen zwischen diesem Klassiker und Obsessed sind mehr als offensichtlich. Allerdings sind weder Charaktere noch Handlungsstränge ähnlich hervorragend und mit Schauer erfüllt. Obsessed kratzt nur an der Oberfläche. Das Potential, das so eine Geschichte bietet, wird verschenkt. So bleiben beispielsweise die Motive, warum Büroaushilfe Lisa so weit geht, im Halbdunkeln. Auch der Wahn, der einer Glenn Close in den Augen funkelte, sucht man bei Ali Larter als Lisa vergeblich. Mr. Loughery ließ sich zu wenig Neues einfallen, wodurch jede Wendung vorhersehbar ist. Die Spannung hält sich bis auf den obligatorischen Showdown in Grenzen. Insgesamt kann man sich Obsessed als modern aufgemachte, weichgespülte Retorte von Eine verhängnisvolle Affäre vorstellen.
Meine Empfehlung: lieber gleich die DVD von genanntem Klassiker ausleihen und einen raffinierten Psycho-Thriller genießen.
 
Punkte 5 von 10 mögl. Punkten
Autor: Dörthe Wackenhut
 
 
 
 


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