Inhalt: Zohan Dvir (Adam Sandler) ist ein israelischer Anti-Terrorkämpfer und der beste seiner Zunft. Bei seinen Feinden ist der Zohan gefürchtet, bei den Frauen ist er heiß begehrt. Doch er will Leute nicht mehr töten sondern sie schöner, oder in seinen Worten „silky smooth“ machen. Daher täuscht Zohan im Kampf gegen den palästinensischen Top-Terroristen, dem Phantom (John Turturro) seinen Tod vor und wandert nach Amerika aus, um Friseur zu werden. Er heuert im Salon der palästinensisch stämmigen Dalia (Emanuelle Chriqui) an und schon bald sprechen sich Zohans Fähigkeiten, beleibte, ältere Damen nicht nur frisurentechnisch, sondern auch anderweitig im Nebenzimmer zu beglücken, in der Stadt herum. Doch der schnelle Erfolg bleibt auch seinen Feinden nicht verborgen. Sein altes Leben beginnt ihn wieder einzuholen…
Kritik: „Leg dich nicht mit Zohan an“ ist eine typische Komödie aus der Feder des Drehbuchautors Judd Apatow („Jungfrau (40), männlich, sucht“, „Superbad“). Wer seine vorherigen Filme gesehen hat, weiß, was einen erwartet: infantiler Humor gepaart mit überzeichneten Charakteren und viel politischer Inkorrektheit. „Leg dich nicht mit Zohan an“ übertrifft in diesen Punkten seine Vorgänger sogar noch um Längen, doch was anfangs noch für laute Lacher sorgt, verursacht gegen Ende des Films nur noch ein müdes Lächeln. Zugegeben, es ist schon lustig, zuzusehen wie Zohan einen wütenden Geschäftsmann verknotet doch nach dem dritten Mal wird der Gag nun einmal langweilig. Die teils unglaublich lustigen Witze gehen in der schieren Masse an gezwungen komischen Szenen fast unter und das Ende wirkt in meinen Augen so, als ob der liebe Herr Apatow mit Adam Sandler gewettet hat, wer mehr übertriebene Gags in fünf Minuten im Drehbuch unterbringen kann. Wem der Stil von „Superbad“ und „Beim ersten Mal“ allerdings gefallen hat, der sollte dem Zohan eine Chance geben, denn Adam Sandler passt hervorragend zu dieser Art von Humor, doch leider ist diese nicht immer die meine.