Filmtest Juni - Julia

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Inhalt:
Julia (Tilda Swinton) hat ihr Leben mehr als nur nicht mehr im Griff. Zwischen Alkohol- Exzessen und einem One-Night-Stand nach dem anderen verliert sie ihren Job und ihre Freunde. Nach solchen Tiefschlägen befolgt sie schließlich den Rat ihres Freundes und geht zu den Anonymen Alkoholikern. Dort lernt sie ihre verstörte mexikanische Nachbarin (Kate del Castillo) kennen. Um wieder an Geld zu kommen, lässt sich Julia von ihr überreden bei einer Entführung mitzumachen. Das Opfer: der eigene Sohn der Nachbarin (Aiden Gould). Er soll endlich aus den angeblich schrecklichen Fängen des Großvaters freikommen, der nur hinter dem Vermögen des verstorbenen Vaters des Jungen her ist. Kurzerhand entführt Julia den Jungen, was auch nicht ohne Blutvergießen geschieht, und versucht ihn verzweifelt über die Grenze nach Mexiko zu bringen. Immer mit dem Millionenlösegeld des Großvaters vor Augen reitet Julia in ein Abenteuer ins nächste - und verliert mehr als ihr lieb ist.

Kritik:
Mit „Julia“ hat Erick Zonca einen echten Flop gelandet. Der Versuch die „Enthumanisierung der eigenen Existenz“ zu zeigen ist ihm auf erschreckende Art und Weise geglückt. Es wird gezeigt, wie eine Frau alle fünf Minuten zur Wodkaflasche greift und sich nebenbei immer mehr in das Verderben stürzt. Sie baut zwar mit der Zeit ein gewisses mütterliches Verhältnis zu dem Jungen auf, doch ist das wohl der einzige kleine Hoffnungsschimmer nach Menschlichkeit in diesem Film. Wer sehen will, wie sich eine Frau selbst zerstört sich jede Minute eine Zigarette ansteckt und sich unappetitlich den Schweiß aus den Achseln wischt, ist dieser Film ein Muss. Allen anderen ist geraten: Diesen Film meiden.

Punkte:

Autor: Konstantin Kutschenreuter