Interview mit Tom Gerhardt

Das Interview wurde geführt von: Daniel Fürg und Fabian Ohrner

Tom Gerhardt über sich und seine Rolle in "Siegfried"

Waren Sie schon öfter in München?

Ja, ich war schon sehr oft hier da wir ja Hausmeister Krause in München drehen.

Und da wird es bald wieder neue Folgen geben?

Am 20.05 kommen die neuen Folgen. Jetzt laufen noch zwei oder drei Wiederholungen - zwei sind es glaub ich.

Wie war der Dreh zu "Siegfried"?

Es war ein sehr launischer Dreh. Das Wetter war wahnsinnig schön und wir haben nur draußen gedreht - normalerweise ist drehen ja sehr anstrengend vor allem wenn man im Studio arbeitet, da laufen sich 50 Leute gegenseitig über die Füße und da ist man dann auch sehr gestresst - aber bei Siegfried war das ein Traum.

Wie war die Arbeit mit dem Team?

Das war ein fantastisches Team und das sage ich jetzt nicht einfach nur so. Sie waren einfach alle gut drauf und auch von den Schauspielern war eine riesen Stimmung auf dem Set. Es hat alles gut zusammengepasst. Manchmal hat man das Glück und es klappt einfach alles super - wir hatten oft fast schon Partystimmung.

Wie würden Sie die Arbeit von Sven Unterwaldt einordnen?

Hervorragend. Er ist ein ganz toller und sehr exakter, präziser Comedy Regisseur was auch den Vorteil hat, dass er sehr schnell ist. Was sehr wichtig ist wenn man so ein Schlachtschiff wie diesen Film bewegen will. Und er hat ein unglaublich gutes Gespür mit seiner Arbeit die Dialoge zu unterstützen, einen Punkt darauf zu setzen, genau das Timing hinzubekommen - das hat sehr gut gepasst und ich würde jederzeit wieder mit ihm zusammenarbeiten.

Wie war es das Drehbuch für den Film zu schreiben?

Drehbuchschreiben hört sich immer so nach lustigen Stunden an aber eigentlich ist es eine Wüllerei - man sitzt immer irgendwo, draußen ist schönes Wetter und man tippt irgendwas in den Computer und weiß eigentlich gar nicht ob das auch Sinn macht. Man schaut es sich immer wieder an und spricht mit anderen Leuten und man versucht die Dialoge nachzusprechen, bis man so langsam ein Gefühl dafür bekommt, dass das jetzt ein richtiger Film wird. Aber das ist die kniffligste Sache - finde ich auf jeden Fall. Das spielen finde ich da viel entspannender.

Macht es mehr Spaß einen Fernseh-Film zu drehen oder macht es mehr Spaß einen Kino-Film zu drehen?

Generell ist das schwer zu beantworten. Es ist ja auch vorstellbar, dass man ein super gutes Team beim Fernsehen hat und, dass man Kino macht und dabei ein Team hat mit dem man sich nicht versteht. In dem Fall muss ich sagen, dass mir dieser Dreh besonders viel Spaß gemacht hat.

Und was ist schwieriger?

Normalerweise ist Kino ja aufwändiger diffizieler, man nimmt kleinere Momente auf. Eigentlich kann man sagen, dass an Kino nicht nach Routine machen kann.

Haben Ihnen die Nibelungen Sagen in der Schule eigentlich gefallen?

Also um ehrlich zu sein fand ich die echte Sage manchmal sehr leiernd und der Stoff war meiner Meinung nach sehr schwer. Wo dann zum Beispiel über Seiten hinweg nur die Kleidung der Charaktere beschrieben wird. Trotzdem hat die echte Sage irgendwas fesselndes. Schon allein deshalb weil sie etwas beschreibt das so ewig lange her ist und man fühlt sich dann schon in die Welt von früher hineinversetzt. Aber ich bin froh, dass wir im Film eine sehr leichte Stimmung hinbekommen haben. Der Film soll Spaß machen und er wird auch Spaß machen, was man aber dem Stoff an sich nicht anmerkt.

Haben Sie eine Lieblingsszene im Film?

Ja, ich überlege jetzt ob ich die schon verraten darf. Also es gibt eine die gefällt mir besonders gut. Also ich umschreibe es mal: Das Schwein wird einmal Siegfried entscheidend retten wo er ansonsten so zu sagen lang gemacht worden wäre. Und da vollbringt das Schwein einmal eine heroische Heldentat. Und dann gibt es eine Szene wie zwischen zwei Cowboys, wie in den großen Hollywood Filmen wenn es ganz tragisch wird. Und das haben wir ein wenig parodiert. Und das ist natürlich sehr komisch wenn das zwischen einem Helden und einem Schwein passiert.

Vielen Dank für das Interview!