Interview mit Christoph Hochhäusler

Das Interview wurde geführt von: Daniel Fürg

Regisseur Christoph Hochhäusler über sich und seinen Film "Falscher Bekenner"

Wie ist die Idee zu dem Film entstanden?

Naja, so eine Entstehungsgeschichte ist eigentlich ziemlich langweilig zu erzählen weil sie aus so vielen verschiedenen Stationen besteht. Ich schreibe Sachen auf was mich gerade beschäftigt und was mich gerade interessiert und dann überlegt man sich einfach ob man etwas daraus machen kann oder nicht. Und so wächst das dann.

Gibt es irgendeine persönliche Beziehung zu der Geschichte?

Also er ist nicht autobiografisch. Mein Leben sieht und sah ganz anders aus. Gleichzeitig haben aber sehr viele Dinge die darin vorkommen mit meinen eigenen Erfahrungen zu tun. Man kann keine Filme machen wenn man nicht eigene Erfahrungen mit ins Spiel bringt. Wie hätte man das selbst gemacht, wie würde man sich verhalten - das sind alles Dinge bei denen die eigene Erfahrung ins Spiel kommt.

Wie würdest Du die Arbeit mit dem Team beschreiben?

Es war eine sehr lustige Produktion. Sehr energetisch, sehr gut gelaunt obwohl wir kein Geld haben. Ich denke, dass es auch deshalb toll war weil wir wussten, dass es schwer werden wird. Es war eine glückliche Zusammenarbeit. So etwas ist sehr wertvoll.

Wie konnte man die Schauspieler bei so wenig Gage für den Film begeistern?

Das ist gar nicht so schwer weil sich jeder Schauspieler danach sehnt einen guten Film zu drehen. Und wenn sich ein Schauspieler wirklich für eine Rolle interessiert ist er auch bereit für wenig Geld zu arbeiten. Das ist jetzt mal pauschal beantwortet, aber ich hoffe dass es die Schauspieler gemacht haben weil sie Spaß daran hatten.

Hast Du für Deine Arbeit eigentlich ein Vorbild?

Es gibt viele Vorbilder. Aber einer der mir sehr am Herzen liegt ist Ernst Lubitsch. Der in Berlin geboren ist und dann in den 20er Jahren nach Hollywood gegangen ist und dann in den 30er Jahren die besten Filme - wahrscheinlicher aller Zeiten - gemacht hat. Mein persönlicher Favorit ist "Trouble in Paradise".

Du hast ja in Philadelphia als Regie- Assistent gearbeitet. Für welchen Film war das?

Das war für einen Studentenfilm. Ein langer Studenten Abschlussfilm.

Hast Du in dem Film irgendeine Lieblingsszene?

Was ich immer wieder gerne sehe ist da wo die Familie beim Kaffee zusammen sitzt. Das ist vielleicht meine Lieblingsszene.

Vielen Dank für das Interview!