Filmtest des Monats - Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia

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Inhalt:
Der junge Prinz Kaspian (Ben Barnes) ist der Thronerbe der Telmarer, einem Volk das durch Intrigen und Grausamkeit regiert wird. Seinem machtgierigen Onkel Miraz wird ein Sohn geboren. Kaspian muss um sein Leben bangen, nach welchem sein Onkel ihm trachtet. Sein Lehrmeister verschwindet auf mysteriöse Weise und hinterlässt ihm Aufzeichnungen einer Legende, der Legende um das Königreich Narnia und ein weißes Horn. Auf seiner Flucht reitet er in den angrenzenden Wald, der von den Telmarern gefürchtet wird, da er der Sage nach verhext sei und niemand jemals lebend aus ihm zurückgekehrt sei. Als er keinen Ausweg mehr sieht, bläst er das Horn und wird kurz darauf bewusstlos geschlagen. Die Pevensie Geschwister Susan (Anna Popplewell), Peter (William Moseley), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley), die nach 15 Jahren Regentschaft im Königreich Narnia ohne Vorwarnung wieder in das London des zweiten Weltkrieges zurück katapultiert wurden, hatten sich nach einem Jahr in der alten Heimat wieder an das normale Leben und die Schule gewöhnt, als sie aus dem Nichts heraus diesem wieder entrissen werden. Die U-Bahn Station des Trafalgar Square bricht aus ihren Fugen und plötzlich stehen sie an einem Strand. Überall sehen sie Ruinen und zunächst will ihnen nicht bewusst werden, dass sie wieder zurück sind, in ihrem Königreich. Sie finden ihren alten Palast, der anscheinend durch eine Schlacht fast komplett zerstört worden ist, es sieht aus als wäre Jahrhunderte lang niemand mehr dort gewesen, obwohl sie nur ein Jahr lang fort waren. Die Geschwister entdecken einen Raum der zu ihrem Gedenken angelegt wurde und an dem all ihr Hab und Gut die ganze Zeit aufbewahrt wurde. Für alle ist es ein besonderer Moment, der sie an ihr Leben in Narnia zurückerinnert. Mit dem Anlegen ihrer Gewänder machen sie sich auf den Weg herauszufinden was geschehen ist, während sie weg waren und wie sie zurückgeholt wurden. Kaspian erwacht nach seinem unsanften knock out und findet sich in der Gegenwart eines mürrischen Zwerges und eines sprechenden Dachses wieder. Nun wird auch ihm bewusst, dass Narnia keine Fabel, sondern Wirklichkeit ist und die magischen Geschöpfe von seinem Volk böswillig aus ihrem Reich vertrieben wurden und in Verbannung und Versteck leben müssen. Nach erstem gegenseitigem Misstrauen werden Dachs und Zwerg „zutraulicher“, da Kaspian Königin Susans Horn bei sich trägt und dies ein Zeichen für sie ist ihm zu vertrauen. Mit dem neu erlangten Wissen zieht er mit seinen neuen Gefährten los, um die verbliebenen Narnianer zu finden und sie von einem Kampf gegen die Telmarer zu überzeugen, was ihm zunächst nur geringfügig gelingt. Die Pevensies machen sich auf die Suche nach Aslan, aber die einzige der er erscheint ist die kindliche Lucy, deren Worten die anderen zunächst keinen Glauben schenken. Bis Edmund ihr vertraut, da er schon einmal an ihr zweifelte und diesen Fehler kein zweites Mal begehen will. Sie treffen auf Kaspian und ein erbitterter Kampf entfacht zwischen ihm und Peter, da er denkt er wäre ein Telmarer, Peter gewinnt und anhand seines Schwertes erkennen ihn die Narnianer als den Hochkönig. Von nun an haben die Pevensies, die verloren geglaubten Könige und Königinnen, die Hilfe der Narnianer auf ihrer Seite. Zwischen Kaspian und Peter herrscht ein stiller Zwist, Kaspian als Thronerbe der Telmarer und Peter der sich immer noch als Hochkönig sieht, seit seiner Regentschaft jedoch 1300 Jahre vergangen sind und Narnia fast gänzlich verschwunden ist. Doch in einem sind sie sich einig, sie wollen das Land von Miraz, der sich seit Kaspians Flucht zum Herrscher ernannt hat, befreien, so dass Narnianer und Telmarer in Frieden nebeneinander leben können. So Planen sie zusammen einen Sturm auf die Burg, der zunächst zu gelingen scheint, jedoch durch unvorhergesehene Ereignisse scheitert. Sie müssen sich zurückziehen und viele Narnianer sterben hinter den geschlossenen Toren der Feste. Nach diesem heftigen Rückschlag verfolgen sie eine neue Strategie. Sie ziehen sich an einen Ort zurück, der für die Narnianer heilig ist, an dem angebetet und verehrt wurde und an dem einst Aslan von der weißen Hexe geopfert wurde und was sie nicht ahnte, durch sein selbstloses Opfer um andere Leben zu retten wieder auferstanden ist. Dort entdecken die Pevensies eine Geschichte auf Wände gemalt, es ist ihre Geschichte, wie sie heldenhaft Narnia von der weißen Hexe befreiten. Sie erkennen, dass die Narnianer etwas Besonderes in ihnen gesehen haben, sie glauben an sie und schenkten ihnen ihr Vertrauen. Nun war es an der Zeit den Narnianern, die damals für ihre Sache ihr Leben ließen Ehrerbietung zu zollen und ihr Königreich nicht Kampflos aufzugeben. Von den Telmarern verfolgt scheinen sie in die Enge getrieben, doch im inneren des Tempels schmieden sie einen Plan. Unterdessen erscheint der Geist der weißen Hexe auf der Bildfläche und versucht Kaspian in ihren Bann zu ziehen, doch sie hat ihre Rechnung ohne den Mut Narnias Könige gemacht und scheitert. In einem Zweikampf zwischen Peter und Miraz soll eine endgültige Entscheidung getroffen werden, der Verlierer lässt sein Leben und sein Reich, doch Miraz’s Gehilfen spielen mit unlauteren Methoden, so kommt es nach einem eisernen Zweikampf zu einer Schlacht der Völker. Die Telmarer wiegen sich in Sicherheit, da ihr Heer den Narnianern an Zahl weit überlegen ist, doch was sie nicht ahnen, die Narnianer kennen ihr Land gut und ziehen daraus einen gewaltigen Vorteil.

Kritik:
Die Geschichte um Narnia Teil zwei trägt etwas Heroisches in sich. Dort, wo der erste Teil spielerisch ist, ist der zweite Teil durch und durch episch, düster und dramatisch. Diese Entwicklung spiegelt sich in den Charakteren, so wie in den Schauspielern selbst wieder, die seit dem ersten Dreh gealtert und gereift sind, so sind auch die Charaktere gereift und erwachsener geworden. Die Figuren haben sich, betrachtet man den ersten Film, in sofern verändert dass sie tierischere Formen angenommen haben und in den 1300 Jahren in denen die Pevensies fort waren, einige das Sprechen verlernt haben, verwildert sind, weil niemand sich mit ihnen beschäftigt hat, da die Telmarer die magische Welt für böse halten. Es ist eine wunderbare Geschichte, wenngleich sie sich von der Vorlage des Buches entfernt, in der die Erlebnisse und Abenteuer der Pevensie Geschwister in der magischen Welt auf die Leinwand gebracht werden. Es ist ein andauerndes Mitfiebern, das einen bis zur letzten Sekunde nicht loslässt. Ein wunderschöner Film, der viele Herzen höher schlagen lassen wird.

Punkte:

Autor: Caren Berger