Inhalt: Intrigen am eigenen Hof
und eine Kriegserklärung
des spanischen
Königs Philip II (Jordi
Molla) bedrohen im 16.
Jahrhundert das British Empire.
Elizabeth I. (Cate Blanchett)
versucht all diese Hürden
zu meistern und zweifelt
dabei immer wieder an ihrem
eigenen Leben. Sie ist im Alter
von über 50 Jahren immer
noch ohne Ehemann und eigene
Familie. Als der junge
Seefahrer Sir Walter Raleigh
(Clive Owen) mit spannenden
Geschichten aus der Neuen
Welt zurückkehrt wirft er die
Gefühle der Herrscherin gewaltig
durcheinander, doch
als Regentin des Empires muss
sie ihre Contenance wahren
und ihre eigenen Gefühle hinten
anstellen. Als die Spanier
mit ihrer riesigen Armada immer
näher kommen muss Elizabeth
handeln und auch ihren
inzwischen engen Berater Sir
Walter in den Krieg schicken.
Die Lage scheint aussichtslos
für das Königreich, doch so
schnell gibt Elizabeth I. nicht
auf.
Kritik: Wenn man versucht
historische Themen
filmisch zu verarbeiten
kann das für gewöhnlich
sehr schnell schief gehen.
Die Storys neigen dazu aus
Zuschauersicht in die vollkommene
Ödnis abzudriften
und ziehen sich meist übernatürlich
in die Länge. Das
hätte auch bei der geschichtlich
gesehen eigentlich sehr
bewegten Epoche des British
Empire passieren können,
aber dieses Unglück blieb
glücklicherweise aus.
Neun Jahre nachdem Regisseur
Shekkar Kapur das erste
Kapitel des Elizabethanischen
Zeitalters filmisch erzählt hat
und dafür mit sieben Oscars
nominiert wurde folgt nun
der zweite Film. Während sich
der erste Teil um die jungen
Jahre der Königin dreht wird
nun im zweiten Teil ihre entscheidende
Zeit als Monarchin
behandelt. Entgegen der
meisten anderen Hollywood-
Forsetzungen ist diese sogar
einmal sinnvoll.
Abermals mit Cate Blanchett
in der Hauptrolle als jungfräuliche
Königin. Sie schafft
es wie wohl keine andere
vollkommen in die Rolle der
Herrscherin hineinzuschlüpfen
und verkörpert die Figur
absolut makellos. Die Kulissen
und vor allem auch die
Kostüme sind mit viel Liebe
zum Details umgesetzt und
machen das Gesamtbild perfekt.
Die Story an sich ist durchaus
spannend und interessant
erzählt. Das macht das Werk
zu einem Film, den man sich
nicht nur dann anschauen
kann, wenn man sich für Geschichte
interessiert - das ist
bei anderen Historienfilmen
meist nicht der Fall.