Filmtest Juni - Die Entdeckung der Currywurst

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Inhalt:
„Die Entdeckung der Currywurst“ ist ein bewegendes Drama das zum Ende des zweiten Weltkrieges spielt. Die 43jährige Frau Brückner (Barbara Sukowa) lernt während eines Kinobesuches den jungen Bootsmann Bremer (Alexander Khuon) kennen und durch eine Häufung von Umständen nimmt sie ihn nach der Zuflucht im Luftschutzbunker mit nach Hause. Ihr Mann und ihr Sohn befinden sich selbst an der Front und so kommt ihr die Abwechslung sehr gelegen. Fortan wird Bremer als Fahnenflüchtiger gesucht. Die beiden beginnen eine Liebesbeziehung und Bremer verschweigt Lena dass er eine Frau und ein Neugeborenes zu Hause hat. Er will das Kriegsende abwarten, um dann zu ihnen zurückzukehren. Die Affäre tut Lena sichtlich gut und einige Leute werden misstrauisch, doch sie schafft es immer wieder die Handlanger des Nationalsozialistischen Regimes von ihrer Spur abzulenken. Schlussendlich endet der Krieg, aber nur auf der Straße, nicht in Lenas Wohnung. Diese hat von Bremers Geheimnis erfahren und will nicht mehr ohne ihn sein, darum verschweigt sie ihm dass der Krieg zu Ende ist, bringt keine Zeitung und keine neue Röhre für das defekte Radio mit. Irgendwann hält sie das Versteckspiel nicht mehr aus und beichtet ihm alles, daraufhin verschwindet er ohne wieder zu kommen. Kurze Zeit später kommen ihr Sohn und ihr Mann von der Front zurück. Ihren Sohn begrüßt sie liebevoll, doch Ihren Mann setzt sie vor die Tür, nachdem sie so viel Zuneigung von Bremer erfahren hat und erkannt hat, dass der Haushalt nicht alleine Frauensache ist, will sie sich nicht länger von ihrem Mann herum scheuchen lassen. Nach Kriegsende gibt muss sich Lena eine neue Arbeit suchen, was sie auch erfolgreich bewältigt. Sie eröffnet ihre eigene Würstchenbude. Durch ausgefuchsten Tauschhandel kam sie an Geld, um sich den Stand zu finanzieren und immer frische Waren für ihre Kunden zu haben, doch einmal macht sie einen vermeintlich schlechten Handel, anstatt ihrer eigentlichen Bestellung bekommt sie kiloweise Currypulver und lässt sich damit abspeisen. Beim hinauftragen der Waren in ihre Wohnung fällt ihr ein Karton herunter und die Ketchupflaschen zerbersten, das Currypulver ist über den ganzen Boden verstreut. Sie sammelt alles auf und macht ihre Finger mit dem Mund von der Soße sauber und ist erstaunt, mit dem Curry doch keinen Fehlgriff gelandet zu haben. Fortan verkauft sie ihre Kreation an ihrem Stand.

Kritik:
Der Film zeigt eine neue Seite des Zweiten Weltkrieges. Menschen finden zueinander und helfen sich gegenseitig, sind füreinander da. Doch dies scheint die Ausnahme zu sein. Es wird die Liebesgeschichte zwischen einem Jungen Mann und einer wesentlich älteren Frau gezeigt – eine Beziehung, die zu dieser Zeit durchaus nicht Gang und Gäbe war. Genauso wie Beihilfe zur Fahnenflucht und die Selbstständigkeit einer Frau, die sich von ihrem nichtsnutzigen Ehemann lossagt. Dies waren zur damaligen Zeit alles Tabuthemen, die ganz klar und offensichtlich gebrochen wurden, um Veränderung zu schaffen, wenn auch nur für einen Einzelnen.

Punkte:

Autor: Caren Berger