Filmtest April - Der Rote Baron

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Inhalt:
Freiherr Manfred von Richthofen (Matthias Schweighöfer) war eine der schillerndesten Personen des ersten Weltkrieges. Im Alter von nur 24 Jahren galt er als größtes Fliegertalent des preußischen Korps. Er war schon zu Lebzeiten ein Held und wurde von seinen Feinden, wie zum Beispiel dem kanadischen Piloten der Alliierten, Captain Roy Brown (Joseph Fiennes), ebenso gefürchtet wie respektiert. Er sieht Luftduelle als sportliche und technische Herausforderung und vergisst darüber die Schrecken des Krieges auf den Schlachtfeldern unter ihnen. Mit seinen engsten Kameraden, die Leutnants Voss (Til Schweiger), Sternberg (Maxim Mehmet) und Lehmann (Hanno Koffler), stellt er immer wieder neue Rekorde in der Luft auf und verdient sich damit die Anerkennung seiner Vorgesetzten, ja sogar die des Kaisers (Ladislav Frej) persönlich. Durch die auffallend rote Bemalung seiner Fokker erhält Manfred von Richthofen schnell den Beinamen „Der rote Baron“, der ihn weit über die Landesgrenzen hinweg berühmt machte. Er wird immer populärer und wird von der Obersten Heeresleitung immer stärker zu Propagandazwecken missbraucht. Erst als er die gut aussehende Krankenschwester Käte (Lena Headey) kennen und lieben lernt werden ihm die Augen für die Gräuel des Krieges geöffnet. Er versucht mit der Fliegerei aufzuhören, kann es allerdings nicht lassen und kämpft weiter während er zum lebenden Mythos wird.

Kritik:
Technik- und Sportbegeisterung lässt die jungen Flieger rund um Manfred von Richthofen die schlechten Seiten des Krieges vergessen. Sie sind nicht geflogen um zu töten, sondern wollten vielmehr Duelle in der Luft austragen. Hier ging es nicht um Leichen, sondern um sportliche Erfolge. Allerdings darf man trotz allem nicht vergessen, dass diese Fliegertruppe eine große Zahl von Opfern gefordert hat. Regisseur Nikolai Muellerschoen hat versucht die Geschichte des legendärsten deutschen Jagdfliegers, dem roten Baron, auf die Leinwand zu bringen. Unter Mitwirkung einer grandiosen Besetzung ist ihm das zuweilen auch sehr gut gelungen. Vor allem die faszinierende Luftaufnahmen der Duelle fesseln den Zuschauer und lassen ihn mitfiebern. Man muss sich allerdings immer wieder vor Augen führen, dass man da eigentlich mit der falschen Seite um den Sieg wetteifert und das ist die Gefahr dieses Films. Selbstverständlich war Freiherr von Richthofen ein großartiger Flieger, aber trotzdem hat er zahlreiche Menschenleben gefordert und damit die grauenhafte Kriegsmaschinerie in Gang gehalten. In diesem Film wird viel zu sehr von deutschen Helden gesprochen und das ist vor dem geschichtlichen Hintergrund des Ersten Weltkrieges meiner Meinung nach nicht richtig. Lässt man diesen Aspekt außen vor ist „Der Rote Baron“ ein sehr guter Film, der die Geschichte dieses Filiegers äußerst interessant und spannend erzählt.

Punkte:

Autor: Daniel Fürg